Fledermäuse...

gehören zu den faszinierendsten, aber auch zu den besonders stark gefährdeten Tierarten unserer Region. Ihre Abhängigkeit von geeigneten Winterquartieren gepaart mit besonders spezifischen Ansprüchen an naturnahe, nahrungsreiche Lebensräume hat die gesamte Gruppe der Fledermäuse in den Fokus des Naturschutzes gerückt. 

Einige der bei uns vorkommenden Arten zählen zugleich zu den Arten von gemeinschaftlichem Interesse. Hier haben die Mitgliedstaaten der EU eine besondere Verantwortung übernommen, sich für den Erhalt dieser Arten und ihrer Lebensraumstrukturen einzusetzen. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung nehmen Fledermäuse als Sympathieträger im Naturschutz eine immer größere Rolle ein. Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise ist die Kenntnis zur Verbreitung einiger Arten in der Region insgesamt jedoch noch sehr lückenhaft. 

Die Fledermaus-Arbeitsgruppe der Biol. Station Lippe hat sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit ehrenamtlich aktiven Experten und ergänzt durch Meldungen aus der Bevölkerung Daten zur Situation und Verbreitung der Fledermäuse im Kreis Lippe zusammen zu tragen und die Lebenssituation der einzelnen Arten zu verbessern.

 In diesem Zusammenhang werden:

Winterquartiere kontrolliert, gesichert und wieder hergerichtet

Höhlen, Burgen und alte Eiskeller bieten häufig gute Überwinterungsmöglichkeiten für Fledermäuse. Die bekannten Quartiere werden in unterschiedlich engen zeitlichen Rhythmen kontrolliert. Eventuell notwendige Maßnahmen, wie das Ausräumen von Müll, die Sicherung gegen Vandalismus, die Optimierung der Zugangsmöglichkeit für Fledermäuse oder die Verbesserung der strukturellen Bedingungen werden von den Aktiven gemeinsam durchgeführt

Daten zur Verbreitung und Belegung von Wochenstuben gesammelt

In Abhängigkeit der Ansprüche der einzelnen Arten werden für die Anlage der Wochenstuben (Mutter-Kind-Gemeinschaften) im Sommer Baumhöhlen, Dachböden, Hausfassaden oder ähnliche Strukturen oft über viele Jahre hintereinander genutzt. Hier versuchen wir die Entwicklung gerade bei den gefährdeten Arten zu erfassen und die bestehenden Wochenstubenquartiere langfristig zu erhalten. 

Kartierungen durchgeführt

Mit Finanzierung der Wesertalstiftung wurden in verschiedenen Naturschutzgebieten Fledermauskästen zum Nachweis waldbewohnender Arten aufgehängt. Ergänzend werden Detektorbegehungen und Netzfänge durchgeführt.

Forschunsprojekte initiiert

Gefördert durch die Stiftung für die Natur Ravensberg und die Kurt-Lange Stiftung (Bielefeld) untersuchen wir aktuell die Bedeutung der Felsklippen und Höhlen im Gebirgszug von Teutoburger Wald und Egge für Fledermäuse.

Problemfälle gelöst

Haben Sie in Ihrem Haus oder Umfeld Fledermäuse? 
Rufen Sie uns an!!!!

In Notfällen kümmern wir uns auch um verletzt oder entkräftet aufgefundene Fledermäuse.

Flügel einer Breiflügel-Fledermaus mit Milbe
Zwerg-Fledermaus, Jungtier
Pflegling der Biostation