Aktuelle Bedeutung der Winterquartiere

Cluster des Großen Mausohres | Foto: A. Becker

Die Bedeutung der bekannten Höhlenbildungen im Bereich von Teutoburger Wald und Egge für überwinternde Fledermäuse ist weitaus größer, als bisher angenommen.

  • Die festgestellten Größenordnungen der Wintergemeinschaften entsprechen nach der Depressionsphase der Bestände zwischen 1960 und 1980 inzwischen wieder den Zuständen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
  • Die Analyse der Zusammensetzung der Schwärmgemeinschaften und die ermittelten Größenordnungen deuten daraufhin, dass bei den optischen Kontrollen in den Winterquartieren die Individuenzahl der kleineren Myotis-Arten drastisch unterschätzt wird.
  • In der Hohlsteinhöhle ist die ermittelte Zahl überwinternder Großer Mausohren stark abhängig vom Erfassungszeitpunkt im Winterverlauf. Hieraus ergeben sich weitreichende Konsequenzen für Effizienzkontrollen und die Abschätzung der lokalen Population.
  • Bezogen auf Schätzwerte für den Winterbestand des Großen Mausohres in NRW (2010) beherbergt die Hohlsteinhöhle aktuell annähernd 50 % des Winterbestandes von NRW.

Zusammensetzung und Größe der Überwinterungsgemeinschaften

Prozentuale Darstellung der Zusammensetzung der Wintergemeinschaften in den Jahren 2006-2012 summiert über alle Kontrollen.

Zeitliche Abhängigkeit der sichtbaren Überwinterer in der Hohlsteinhöhle

Die Kontrolldaten sind nicht chronologisch sondern entsprechend ihres Zeitpunktes im Jahresverlauf angeordnet